

ist unser kleiner Wirbelwind...
Ihre Geburt entschädigte für die schwere Schwangerschaft in der ich 30 Kilo zunahm, eine Gestose entwickelte und zum Schluss sogar eine Schwangerschaftsvergiftung hatte. Die Geburt ansich dauerte zwar 18 Stunden, war aber schön weil ich mich darauf einstellen konnte mit den Schmerzen umzugehen und auch eine tolle Hebamme hatte. Selbst während der Presswehen hat sie mich mein Ding durchziehen lassen und derweil sämtliche Utensilien zurecht gelegt - nur kurz vorm Ende hat sie Hand angelegt...
Schon von Anfang an hat Jenny uns auf Trab gehalten. Zwei Wochen nach ihrer Geburt musste sie wieder ins KKH weil sie ab und an vergaß, weiterzuatmen.
Mittlerweile war sie des öfteren im KKH wegen ihrer Tollpatschigkeit. Das schlimmste bisher war aber ein Unfall, den sie nicht verschuldete: Aufgrund der anfänglichen Probleme mit Colins Schwangerschaft bekam ich eine Haushaltshilfe. Diese war mit den beiden Mädchen draußen spazieren. Plötzlich kam sie wieder und hatte Jenny auf dem Arm die total schrie. Auf ihrer Strin hatte sie eine Beule und sie blutete aus der Nase. Da die Beule trotz Kühlung immer größer wurde und sie anfing zu wanken, rief ich den Notarzt und wir sind in die Klinik. Dort wurde eine Schädel-Hirn-Prellung diagnostiziert und sie blieb eine Woche zur Beobachtung. Nach ihrer Entlassung bemerkten wir, dass sie totale Schlagseite nach rechts hatte und sind zum Kinderarzt. Der wies sie sofort wieder ein. Nach einigen Untersuchungen stand nun fest, sie hat ein Schädel-Hirn-Trauma 2. Grades. Am nächsten Tag wurde sie auf die Intensivstation verlegt und dort in Narkose gelegt für ein MRT. Meine arme Maus lag 10 Stunden in Narkose und sah am nächsten Tag total blass aus. Leider konnte ich ihr nicht beistehen da es mich an dem Tag selbst aus dem Rennen nahm und ich mir einen Magen-Darm-Virus einfing und selber ins KKH musste. Nach einer weiteren Woche wurde sie entlassen. In der Klinik selber bekam sie noch Physiotherapie weil festgestellt wurde, dass ihr bei dem Sturz der Gleichgewichtssinn "verrutscht" war und sie deshalb wankte.

Im Januar 07 war sie wieder im KKH wegen Rota-Viren. Aber da war sie nicht allein - sie hatte Selina und Colin mit, die auch die Viren hatten...
Ansonsten ist sie ein liebes Mädchen mit viel Unsinn im Kopf aber sie liebt ihre Geschwister abgöttisch und passt haarscharf auf, dass ihnen niemand was tut. In ihrem Wesen ist sie ansich sehr schüchtern Fremden gegenüber - aber wenn sie erstmal aufgetaut ist, kaut sie einem das Ohr ab und man ist froh, wenn sie mal den Mund hält. ![]()
In ihrer Entwicklung hängt sie etwas hinterher. Sie fing erst sehr spät an mit krabbeln und laufen und auch grobmotorisch ist sie bisschen langsamer als andere Kinder. Aber das hat sie wohl von ihrem Papa geerbt - der war auch so als Kind und ist es jetzt noch... ![]()

Jenny ist seit Juni 07 im Kindergarten! Anfangs war es ziemlich hart mitansehen zu müssen, wie sehr sie sich quält - doch mittlerweile macht es ihr richtig Spaß mit den anderen Kindern ihrer Gruppe zu spielen. Allerdings hat sie sich auch sehr verändert in ihrem Wesen. Sie ist ein richtiges kleines Monster geworden, welches man nur sehr schwer unter Kontrolle bekommt und sie lässt sich auch nur schwer zur Vernunft bringen. Aber da müssen wir wohl durch...
Am 02. August 2007 wurde unsere Maus 3 Jahre alt! Sie bekam ein großes Kuschelkissen, eine neue Eisenbahn, eine Kassette, ein Puzzle, Klamotten, Spielzeug und natürlich viele Süßigkeiten... Sie freute sich sehr über alles und war ganz glücklich, dass sie jetzt 3 ist. Ich habe den Tag mit gemischten Gefühlen verbracht - mein Baby wird groß und ich bin mir nicht sicher, ob ich das eigentlich will...

Wir sind im September in einer größere Wohnung umgezogen und was hat sich unsere Maus zur Einweihung geleistet? Sie hat irgendwelche Beeren gegessen, die vor dem Haus wachsen. Da wir nicht wussten, welche es waren, sind wir ins KKH die sie dabehielten weil sie selber nicht wussten, was für eine Sorte das war und welche Folgen sie haben. Jenny bekam ein Mittel zum sich übergeben damit sämtliche Beeren wieder rauskommen - war schon heftig. Aber am nächsten Tag durfte sie wieder heim und schwört heute hoch und heilig, nie wieder Beeren zu essen! ;-)

Dieses Jahr kam zum ersten Mal der Weihnachtsmann um die Geschenke zu bringen. Zuvor hat Jenny immer große Sprüche gerissen und immer beteuert, keine Angst vor dem Weihnachtsmann zu haben. Aber sobald es klingelte und er in der Tür stand, war sie die erste die anfing zu weinen und unbedingt auf Mamas Schoß wollte. ;-)
Mit der Zeit gewann sie etwas Vertrauen zu dem Mann in Rot und ging sogar zu ihm hin, um ihre Geschenke abzufassen. Aber mehr was nicht drin. Nichtmal das gelernte Gedicht wollte sie aufsagen.

Silvester hat Jenny mit ihren Geschwistern und mir im Ehebett geschlafen und nix vom großen Geballer mitbekommen. Als wir am späten Nachmittag kurz im Hof waren um wenigstens etwas zu feiern, rannte Jenny schreiend davon und verbarrikatierte sich im Haus. :-)

Die erste Zeit des neues Jahres war für meine Maus recht spannend denn wir hatten endlich, nach knapp einem halben Jahr Kampf, die Bewilligung der BFA bekommen, dass Jenny als Begleitperson mit zur Kur darf. Demnach liefen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Zwischendrin musste ihr Bruder noch ins Krankenhaus wegen Adeno-Viren.
Leider hat sie sich wohl bei ihm angesteckt und so musste sie nach einer sehr anstrengenden Nacht daheim mit bösen Bauchschmerzen und Erbrechen am frühen Morgen des 16.01. ebenfalls in die Klinik. Gott sei Dank war der Virus bei ihr nicht so schlimm ausgeprägt und wir durften am 18.01. das Krankenhaus wieder verlassen.
Am 24.01.2008 ging es dann für 6 lange Wochen nach Kölpinsee an die Ostsee!

Im April 2008 wechselte Jenny im Kindergarten in die mittlere Gruppe und ist nun ein Schmetterling ;-)
Im Mai war ich mit Jenny beim Notdienst da sie 2 mal Blut im Stuhl und Nasenbluten hatte. Außerdem war sie schon geraume Weile sehr blass und total lustlos und matt. So kannten wir sie gar nicht. Sie ist freiwillig in ihr Bett gegangen und hat 3 Stunden Mittagsschlaf gehalten. Die erste Frage von der Ärztin war: "Hat ihre Tochter blaue Flecke und Sie wissen nicht, woher die kommen?" In diesem Moment dachte ich nur: "Sie wollen mir jetzt nicht sagen, dass mein Kind Leukämie hat!?"
Der darauffolgende große Bluttest ergab nix außer erhöhte weiße Blutkörperchen was wohl auf eine Entzündung schließen ließe.
Es besserte sich leider nix und sie ist weiterhin sehr blass, lustlos und hat auch kaum Appetit. Aus diesem Grund wird in den nächsten Tagen nochmals ein Bluttest gemacht bei dem zusätzlich der Eisenwert gemessen wird.
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